Der Erfolgsweg der Altenburger Spielkarten

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altenburger spielkarten

Die Geschichte der Altenburger Spielkarten lässt sich bis an den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück verfolgen. 1832 entschlossen sich die Brüder Bechstein zur Gründung des Unternehmens, das damals den wohlklingenden Namen Sächsische Concessionierte Spielkartenfabrik Altenburg trug. Erst seit 1886 firmierte man unter dem später weltbekannten Namen Altenburger Spielkarten Fabrik AG.

Ein Jahr später fusionierte man mit der 1765 gegründeten Stralsunder Spielkartenfabrik und verschaffte sich damit auf dem deutschen Markt eine absolute Vorrangstellung. 1931 wurde der offizielle Hauptsitz in das thüringische Altenburg verlegt, in dem heute im Andenken an die Tradition der Altenburger Spielkarten die Skatbank ihren Sitz hat. Sie wird wegen des Namens oft als Spielbank verkannt, denn sie steht in keinem Zusammenhang mit den Spielkarten, sondern ist die Internetfiliale der Volks- und Raiffeisenbank Thüringen.

Die Hersteller der Altenburger Spielkarten erfahren in der zweiten Hälfe des zwanzigsten Jahrhunderts zahlreiche Verkäufe und Fusionen, gehören zeitweise sogar zu dem ebenfalls weltweit bekannten Spielwaren- und Puzzlehersteller Ravensburger. 2002 übernimmt Cartamundi die Regie bei den Altenburger Spielkarten und führt die einst zum Unternehmen gehörenden Teile wieder zusammen. 2003 finden der Ass Verlag und die Altenburger Spielkarten zusammen und gründen erfokfreuch die Marke ASS Altenburger.

Die Stadt Altenburg wäre ohne die Spielkartenherstellung niemals so weltbekannt geworden. Sie hat sich über mehr als eineinhalb Jahrhunderten mit ihren Skat- und Rommékarten mit französischem und deutschem Bild in aller Welt einen Namen machen können und in Deutschland gibt es kaum einen Haushalt und kaum ein Lokal, in dem sich nicht irgendwo Spielkarten aus Altenburg finden.

Zu Zeiten der sozialistischen Regierung im Osten Deutschlands wurden hier auch unzählige Quartette hergestellt, in denen Märchen und Sagen aus der klassischen deutschen Literatur mit liebevollen Illustrationen verarbeitet worden sind und mit denen mehrere Generationen von Kindern gern gespielt haben. Außerdem ist die thüringische Stadt wegen der Tradition der Altenburger Spielkarten auch Sitz des deutschen Skatgerichts. Schließlich kennt man sich hier auch am besten mit den Skatkarten und den dazu gehörigen Regeln aus.

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